Geschichte

Ein kleiner Ausschnitt unserer Geschichte

Am 25. Juni 1920, zwei Jahre nach dem 1. Weltkrieg, gründete Franz Emberger (hervorgegangen aus dem BSV 92) nach Überwindung von großen Schwierigkeiten den Verein “ S.C. Berliner Amateure“ . Wenn es auch zu jener Zeit im deutschen Fußball kein Profitum gab, so zeigten sich schon damals Bestrebungen, den Fußballsport als ein geschäftliches Unternehemen zu organisieren. Es kam zwar nicht zu dieser entscheidenden Umgestaltung, aber es wurde doch schon von einzelnen Vereinen die strengen Amateurbestimmungen durch verschleierte Zuwendungen umgangen. Es taten sich aus verschiedenen Vereinen (BSV 92, BFC Preussen und dem VFB Pankow) einige begeisterte Fußballanhänger und Spieler zusammen, die noch wirklichen Amateurfußball betreiben wollten. Es fehlte nicht an gleichgesinnten Sportkameraden, so dass eine sehr spielstarke 1. Herren gestellt werden konnte. Als aber verschiedene Spieler, die bisher der Oberliga angehörten, erfuhren, dass in der untersten Spielklasse begonnen werden musste, verloren einige die Lust am neuen Unternehmen. Es blieben nur Morawetz und Rogan. Viele unbekannte und doch schwungvolle Spieler kamen hinzu und so wurde 1920/21 mit den Punktspielen begonnen. Man holte drei Meisterschaften in Folge, dadurch waren die Berliner Amateure schon 1923 in der Kreisliga.

Warum weinrot/weiß?

Bei der Gründung des Vereins suchte man eine besondere Farbe. Aber es fehlte am Geld und so kam man auf die Idee weiße Unterhemden in rote Beete zu tunken. Es entstand ein wunderbares Weinrot, dass bis zum heutigen Tage noch niemand erreicht hat. Mit Hilfe der roten Beete konnte jeder Spieler bei AMA „sein“ Trikot besitzen.

1928 - 1930

Es wurde nicht nur Fußball gespielt. Adolf Schelk gründete eine Frauenhandballabteilung. 1926 erreichte die Mannschaft die erste Meisterschaft, später stieg die Mannschaft bis zur Oberliga auf. Er selbst wurde später Präsident des Berliner Handballverbandes. Ferner gab es eine Kricketmannschaft, deren Spieler Rietz,Dartsch und Neugebauer zu den besten Berlins gehörten. Auch Schach wurde gespielt; Kegler und Sänger machten ebenfalls von sich reden.

Als die schöne Zeit am Deutschen Ring (unser damaliges zu Hause, heute ehemaliger Flugplatz Tempelhof) zuende ging, begann eine schwere Zeit. Man zog um zur Papestr., dem jetzigen Friedrich-Ebert-Stadion in der Bosestr., danach  zur Moabiter Seydlitzstr. Die Jugendabteilung spielte im Volkspark Mariendorf.

Die nachfolgenden Jahre, welche durch die politischen Ereignisse geprägt wurden, waren in sportlicher Hinsicht keine positiven Jahre.

Berliner Amateure hat bis zum heutigen Tage noch niemals mit einem anderen Verein fusionieren müssen. Das spricht für dauerhafte gute Arbeit in diesem Verein. Auch wenn wir nicht in den oberen Klassen spielen, wir sind stolz, dass wir ohne Zahlungen unter der Hand solange bestehen und wirtschaftlich ohne Schulden gut darstehen.

Demnächst werden hier weitere Jahre der Geschichte unseres Vereines aufgeführt.