Verstorbene Mitglieder

herrman-arnoldHerrman Arnold 1911 – 2004

Hermann Arnold (er wurde 93 Jahre alt) – 83 Jahre ein Leben für die Berliner Amateure

Wenn ein Amateur von einer Instutition bei uns im Verein spricht- kann er eigentlich nur den „ollen Hermann“ meinen.

Die Liebe zu unserem Verein begann 1922. Als 11 jähriger trat er unserem Verein bei und ist ihm bis zu seinem Tode  treu geblieben. Hermann ist nicht irgend ein Mitglied, nein sein Leben bedeutet von frühester Jugend an ehrenamtliche Vereinsarbeit. Es ist ihm immer wichtig gewesen für andere da zu sein, zu unterstützen und die Begeisterung für unseren Verein an Jüngere weiterzugeben.

Schon vor dem zweiten Weltkrieg begeisterte er sich für die Jugendarbeit in unserem Verein. Er war einer der ersten Jugendbetreuer. Während des 2. Weltkrieges war es einer seiner wichtigsten Aufgaben den Kontakt mit den Vereinskameraden aufrecht zu erhalten, was ihm auch vorzüglich gelang. Nach dem Krieg war er einer der Ersten, die alle wieder zusammen führte und das Vereinsleben mit anderen Freunden wieder in Schwung brachte.

In den 50ziger Jahren stellte er sich dem Verein voll und ganz zur Verfügung, um die „Kleinen“ Amateure im schmucken weinrotem Dress zu sportlichen Erfolgen zu führen. Bis zum Ende der 60ziger Jahre hat er sich dem Ehrenamt in unserem Verein gewidmet.

Aber das Wichtigste in den ganzen Jahren, war der Kontakt zu der Fußball Woche. Es gab seit den 30ziger Jahren keine Ausgabe, wo nicht eine kleine Randnotiz über unseren Verein in der FuWo stand. Unter „AR“ war viel über das Vereinsleben unseres geliebtem Clubs zu finden. Alles wurde ausgeschnitten, archiviert und für die Nachwelt sauber aufgehoben. Jedes Ereignis war zu finden, auch wenn es nur eine Kleinigkeit war, wurde dies erwähnt. Nicht genug dessen, auch bekam ein Jeder eine Kopie seines Schreibens an die FuWo. Die Spiele wurden in Form von Spielberichten an alle Bekannten und Unbekannten versandt. Es musste die Mannschaftsaufstellung vorhanden sein, die Torschützen und wenn möglich noch alle Zuschauer die erkannt wurden. Und das schöne daran , diese Tradition hatte er bis zu seinem Tode aufrecht erhalten. Fast alle bekamen am Dienstag ein Schreiben vom „ollen Hermann“, mit allen wichtigen Resultaten und Geburtstagen unseres Vereins.

Über 30 Jahren besuchte er regelmäßig die Weihnachtsfeiern unseres Vereins. An diesen Tagen leuchten die Augen und ein 93jähriger kann mit Begeisterung, mit vielen Kindern aus verschiedenen Ländern das Weihnachtsfest in unserem Verein begehen. Auch hier wird alles schriftlich festgehalten und ein Jeder bekommt eine Kopie der schönsten Tage in unserem Club.

Immer waren wir „verpflichtet“ Sonntagsabend in Friedenau anzurufen, um alles Neue über die Jugend und Erwachsenen durchzugeben.

Lieber Hermann,
wir möchten uns für 82 Jahre Vereinstreue und Ehrenarbeit für unseren Verein bedanken. Leider konnten wir deinen 100. Geburtstag nicht mehr feiern. Darauf hatten sich schon alle gefreut, die Du in den Jahrzehnten in unserem Verein betreut und viele schöne Stunden damit bereitet hattest.

Du kantest noch die Gründer unseres schönen Vereins. Warst selbst fast von Anfang an dabei. Auf ewig wirst du in den Geschichtsbüchern des Vereins vorhanden sein. Ohne Arnold hätte es nicht diese Amateure gegeben.

Auf Ewig    Herrman Arnold.


 

Herbert Spallek 1930 – 2001

herbert-spallekHerbert Spallek war jahrzehntelang ein Amateur wie er im Buche steht.

Im Jahre 1948 trat er als 18 jähriger in den Verein ein und spielte in diversen Mannschaften. Ob als Ballwart, Wäschewart oder Schiedsrichter, er war sich für nichts zu schade. 1967 wurde er schließlich wegen seines großen Einsatzes für den Verein zum 1.Vorsitzenden gewählt. Dieses Amt führte er bis1975 aus. Bis dahin ließ er es sich nicht nehmen auch aktiv den Ball zu treten, und war danach auch stets bei den Spielen zu sehen.
1970 erhielt er vom Verein die Ehrennadel in Silber als Anerkennung für 20 jährige Mitgliedschaft.Auch die Feierlichkeiten zum 50 jährigen Bestehen der Berliner Amateure im Jahre 1970 wurden unter seiner Führung als 1.Vorsitzender gestaltet und blieben unvergessen.
Für seine Leistungen erhielt er 1974 die Bronzene Ehrennadel des VBB für seine Verdienste um den Berliner Fußballsport. Auch Herbert Spallek  gehörte zu den Amateuren, der die Ära Hermann Arnold erleben durfte.Lange arbeitete er mit ihm zusammen und erhielt auch stets die berühmten Berichte von Hermann.

Er brachte  seinen Sohn Bernd 1959 als 9 jährigen in den Verein, der bis 1973 dort aktiv , u.a.auch unter Hermann Arnold spielte. Letztendlich wurde die gesamte Familie von seinem Sportsgeist angesteckt. So spielten seine Brüder Helmut und Klaus, sowie sein Schwager Klaus Binder jahrzehntelang für die Amateure. Und selbst die Frauen konnte er in seinen Bann ziehen. Beim traditionellen Vatertag in den siebzigern arrangierte er ein Spiel der Frauen und war unbewusst ein Vorreiter des heutigen Frauenfussballs. Auch hier stellte er seine Ehefrau Christel, seine Schwester Helga, ja und sogar seine Mutter Hedwig auf, die als älteste das Tor hüten musste. So sorgte er im Verein auch stets für Abwechslung und Spass.

Die freudige Nachricht, dass seine Urenkelin Jasmin aktiv bei SC Wacker 21 bei den C-Mädchen Fussball spielt, konnte Ihm leider nur noch kurz vor seinem Tode erzählt werden. Gerne wäre er als Zuschauer dabei gewesen.

Herbert Spallek verstarb im Alter von 71 Jahren an einer schweren Krebserkrankung.

Wir danken Dir  für die jahrzehntelange Arbeit  bei den Berliner Amateuren. Du hast viel  Freizeit  dem Verein geopfert, und warst immer da wenn man Dich brauchte.


 

Kurt Borchert 1936 – 2005

kurt-borchert„Kutte“ Borchert gehörte den Amateuren seit 1965 an. Zuerst war er aktiver Fußballer, anschließend viele Jahre Betreuer verschiedener Mannschaften. Bis zuletzt betreute er noch die Seniorenmannschaft. Er war immer da, wenn man ihn benötigte.

Natürlich brachte Kutte auch seine Söhne zu den Berliner Amateuren. Martin spielte jahrelang für unseren Verein, ist aktuell aber nicht mehr dabei. Herbert Borchert ist ebenfalls jahrelanges Mitglied, spielte in der Altliga und ist heute immer noch als Betreuer und Spieler der Altliga aktiv.

Kutte, du bist noch einer der echten Amateure, die alles für ihren Verein getan haben.
Wir werden dein Andenken in Ehren halten.